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Tobias Winter (Profil) auf pfannenheld.com
Tobias Winter
Koch-Enthusiast

Im Berufsleben Online-Marketer, in der Küche ein Hobby-Koch. Was als studentische Überlebensstrategie begann, ist seit über 20 Jahren ein echtes Herzenshobbby mit einer Schwäche für Sauerbraten, japanische Küche und großzügig Soße. Hier gibt’s Rezepte ohne Umwege.

Das Pfannenheld-Interview: Ein Gespräch mit mir selbst

Wer bist du, und wie bist du zum Kochen gekommen?

Wie so viele große Karrieren begann auch meine in einem Moment der absoluten Not: der Auszug aus dem Elternhaus fürs Studium. Plötzlich stand ich in einer winzigen Küche, der Kühlschrank gähnte mich an, und niemand stellte mir mehr einen Teller hin. Entweder ich lerne kochen – oder ich überlebe die nächsten Semester von Tiefkühlpizza. Ich habe mich für Ersteres entschieden, und dieses Hobby hat mich dann gute 20 Jahre nicht mehr losgelassen. Manche sammeln Briefmarken. Ich sammle Rezepte.

Was ist dein absolutes Lieblingsgericht – das, das du bis ans Ende deiner Tage kochen könntest?

Hier muss ich direkt zwei Gerichte ins Feld schicken, denn ich kann mich schlicht nicht entscheiden. Erstens: Sauerbraten mit böhmischen Knödeln – ein Gericht, das Geduld belohnt und jeden Tisch in ein kleines Festmahl verwandelt. Zweitens: Hühnerfrikassee nach Thüringer Art, das für mich der Inbegriff von wohltuender, ehrlicher Küche ist. Beide Gerichte haben eines gemeinsam: großzügig Soße. Aber dazu später mehr.

Welche Küche der Welt fasziniert dich am meisten?

Die japanische Küche – und zwar mit deutlichem Vorsprung. Diese Präzision, diese Hingabe zu einem einzigen perfekten Gericht, dieses Verständnis von Umami als fünfter Grundgeschmack… das hat mich einfach in den Bann gezogen. Dicht dahinter folgt die italienische Küche, die mir beweist, dass man mit wenigen, guten Zutaten Großes anrichten kann. Japan und Italien – kulinarisch gesehen eigentlich ein Traumurlaub in einem.

Kochst du eher nach Rezept oder nach Gefühl?

Beides, wobei ich zugeben muss: Wenn es drauf ankommt, neige ich dazu, es lieber zu genau zu nehmen und mich ans Rezept zu halten. Manche nennen das penibel. Ich nenne es Qualitätsbewusstsein. Und ja, ich habe schon Esslöffel abgewogen. Kein Kommentar.

Was ist die eine Zutat, die du auf einer einsamen Insel nicht missen möchtest?

Chilipulver. Ohne Diskussion. Denn selbst eine Kokosnuss schmeckt besser, wenn sie etwas Schärfe abbekommt. Chilipulver ist mein kulinarisches Schweizer Taschenmesser – es passt zu fast allem, rettet fast alles, und macht selbst die langweiligste Mahlzeit zu einem kleinen Erlebnis.

Was ist dein „geheimes“ Küchengerät, das du jedem empfehlen würdest?

Der Reiskocher. Ich werde ihn nie wieder hergeben – das ist keine Übertreibung, das ist ein Versprechen. Ich sage nur so viel: Reis war bei mir früher das unbeliebteste Beilagenkandidatenfeld überhaupt. Heute ist er fest in meinen persönlichen Top 3. Das ist keine Evolution, das ist eine Revolution – und der Reiskocher hat sie angeführt.

Was ist dein größter Kochfail, über den du heute lachen kannst?

Tief durchatmen. Weinsoße zu Weihnachten. Eine Soße, die, wenn wir ehrlich sind, eigentlich ausschließlich aus Wein bestand. Kein Fond, keine Bindung, keine Rettung – nur Wein in einem Topf, der so tat, als wäre er eine Soße. Die Familie war überraschend diplomatisch. Ich war weniger überrascht, dass es Schweigen gab. Heute lache ich darüber. Damals habe ich still den Teller weitergeschoben.

Was würde Gordon Ramsay an deiner Küche kritisieren – und was würde ihn begeistern?

Kritisieren würde er definitiv die Soßenmenge – wobei ich das persönlich als Feature und nicht als Bug betrachte. Außerdem meine Vorliebe für Reis in x verschiedenen Varianten, was ihm vermutlich zu beilagenlastig wäre. Begeistern hingegen würde ihn mein Umgang mit Gewürzen und Chili – da würde selbst Gordon kurz nicken, bevor er wieder anfängt zu schreien.

Warum „Pfannenheld“ – und nicht, sagen wir, „Topfkönig“?

Topfkönig klingt mir ehrlich gesagt etwas zu elitär – als würde ich mit Krone und weißen Handschuhen an den Herd treten. Pfannenheld hingegen hat sofort etwas ausgelöst: den Spruch, der für mich alles zusammenfasst:

„Nicht alle Helden tragen Schürzen. (Okay, die meisten schon.)“

Denn was mich wirklich beeindruckt – und das ist ernst gemeint – ist, wenn Menschen die Lust oder das Herzblut aufbringen, für andere zu kochen. Das ist eine kleine Heldentat im Alltag. Kein Umhang nötig. Eine gute Pfanne reicht.

Was sollen Leser von deinem Blog mitnehmen?

Gute, einfache Rezepte. Spaß am Kochen. Anleitungen, die wirklich anleiten – ohne endlose Geschichten darüber, wie das Gericht den Autor an seinen Sommerurlaub 2009 in der Toskana erinnert, bevor man endlich zur Zutatenliste kommt. Bei mir kommt das Rezept zuerst. Der Rest ist Bonus.

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Immer wieder lecker: Klassiker aus der Küche

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Kartoffelpuffer wie bei Oma (Rezept auf pfannenheld.com) Spaghetti Bolognese (Rezept auf pfannenheld.com) Herzhafte Kartoffelsuppe mit Würstchen, Möhren und Suppengemüse in einer rustikalen Schüssel – klassische deutsche Hausmannskost mit frischem Brot Penne mit Hähnchen und Spinat (Rezept auf pfannenheld.com)